Das Simulatorzentrum

Ursprünglich im Jahre 1977 gestartet mit zwei Simulatoren – jeweils einem für Kraftwerke mit Druckwasser- und Siedewasserreaktoren – betreibt das Simulatorzentrum der KSG|GfS heute 7 kraftwerksspezifische Simulatoren für 9 Kernkraftwerke.

Wir schulen das verantwortliche Betriebspersonal eines holländischen und aller in Betrieb befindlichen deutschen Kernkraftwerke und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum sicheren Betrieb. Die Simulatorschulung ist ein wesentlicher Bestandteil zur Erlangung und zum dauerhaften Erhalt der behördlich vorgeschriebenen Fachkunde des Lizenzpersonals.

Das Simulatorzentrum der KSG/GfS wird jedes Jahr von etwa 1.500 Kursteilnehmern aus 9 Kernkraftwerken besucht. In ca. 300 Kursen lernen und üben sie an 7 Simulatoren, ihr Kernkraftwerk unter allen denkbaren Betriebsbedingungen zu bedienen und zu verstehen. Damit ist das Simulatorzentrum der KSG|GfS die weltweit größte Einrichtung seiner Art.

Die für das Simulatortraining genutzten Simulatoren geben das jeweilige Kernkraftwerk in seinem Erscheinungsbild und seinem technischen, physikalischen und zeitlichen Verhalten exakt wieder. Das verantwortliche Betriebspersonal findet hier dieselben Arbeitsbedingungen und Anforderungen vor, wie sie in der Realität beim Bedienen und Überwachen der Anlage auftreten oder auftreten können.

Die Übungsprogramme beinhalten das gesamte Spektrum des Betriebs eines Kernkraftwerkes: Normalbetrieb, betriebliche Störungen sowie alle Stör- und Schadensfälle bis hin zu auslegungsüberschreitenden Szenarien. Und dies in beliebigen Kombinationen, mit wechselnden Intensitäten und unter verschiedensten Randbedingungen. Als gleichrangig mit dem Bedienen und Verstehen der Technik wird das Verhalten des Menschen im Team geschult: sein eigenes Arbeitsverhalten, Teamfähigkeit, Kommunikation, Entscheidungs- und Führungsverhalten.